Das Stadion im Jahr 2008 - drei Jahre später stimmten 60 Prozent der Braunschweiger für den Umbau "ihres" Stadions (Bild: Susanne Hübner)

"Schönster Ort auf Erden“ - seit fast 100 Jahren

Fortschritt durch Technik

Das 1923 an der Hamburger Straße eingeweihte Eintracht-Stadion setzte in den 50er Jahren mit der Inbetriebnahme der ersten Flutlichtanlage Norddeutschlands ein erstes Ausrufezeichen für die Ausrichtung professioneller Sportveranstaltungen,- ein technischer Vorsprung, der Eintracht Braunschweig den Weg in die 1963 gegründete Bundesliga ebnete. Das Eintracht-Stadion konnte in den 60er Jahren eine Kapazität von fast 40.000 Zuschauern vorweisen, die in den folgenden Jahren u.a. beim Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1967 voll ausgefüllt wurde. Nach diesen glorreichen Zeiten beschleunigten nicht einkalkulierte Baukosten der neuen Haupttribüne den finanziellen Niedergang des Vereins, der durch den sportlichen Abstieg in die 2. Liga eingeläutet wurde. Der drohende Lizenzverlust in den achtziger Jahren wurde buchstäblich in letzter Sekunde abgewendet: Die Stadt Braunschweig erwarb das komplette Vereinsgelände und nannte das Stadion nun offiziell „Städtisches Stadion an der Hamburger Straße“.

In Eintracht für Eintracht

In den darauffolgenden Jahren wurden keine Veränderungen mehr am Stadion vorgenommen, die Bausubstanz zerfiel zusehends. 1993 beschloss die Stadt Braunschweig, die Stadionrenovierung mit einem zweistelligen Millionenbetrag voranzutreiben. Bis November 1995 wurde das Stadion komplett umgebaut, neue Flutlichtmasten errichtet, die Südkurve abgerissen und mit überdachten Stehplätzen wieder aufgebaut. Seit 2006 wird das Stadion von der Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH geführt. Unter ihrer Regie wurde u.a. eine Rasenheizung eingebaut, die Nordkurve überdacht und aufgestockt. Seit Juni 2008 heißt das nach wie vor in städtischem Besitz befindliche Stadion wieder Eintracht-Stadion: fünf ortsansässige Traditionsunternehmen erwarben unter dem Motto „In Eintracht für Eintracht“ das Namensrecht am Stadion, um der Sportstätte seinen ursprünglichen Namen zurückzugeben, - ein bis dato in Deutschland einmaliges Sponsoring Engagement.

„In Eintracht für Eintracht“

Startschuss für umfassende Baumaßnahmen 

Bei einer Bürgerbefragung 2011 - die erste in der Geschichte der Löwenstadt - stimmten die Braunschweiger für eine zeitgemäße Modernisierung „ihres“ Stadions" und gaben somit den Startschuss für umfassende Baumaßnahmen. Mit diesen Maßnahmen passte sich die traditionsreiche Sportstätte an die baulichen und funktionalen Standards an, die heute für den Profifußball und die Ausrichtung nationaler und internationaler Leichtathletik-Wettbewerbe gelten. 

Fußball-Tempel, Wettkampf-Arena, Open-Air Bühne

Im Aufstiegsjahr von Eintracht Braunschweig in die 1. Fußball-Bundesliga 2013 konnten die Umbaumaßnahmen abgeschlossen werden. Die Haupttribüne wurde u.a. modernisiert, Business-Sitze und Logen eingebaut. Mit dem neugeschaffenen, modernen und multifunktionalen Business-Bereich erhielten die Braunschweiger auch eine besondere Location für Business-Events an traditionsreicher Stätte,- buchbar für z.B. Corporate Events, Tagungen, Firmen- und Mitarbeiterfeiern.

Eintracht Braunschweig: Aufstieg in die 1. Bundesliga 2013

Erstes internationales Highlight

Mit der Team-Europameisterschaft der Leichtathletik 2014 in Braunschweig, für die die Tartanbahn im Eintracht-Stadion erneuert und leuchtend blau eingefärbt wurde, erlebten die Braunschweiger ein erstes internationales Highlight nach Beendigung der Modernisierungsarbeiten: Insgesamt 26.000 Zuschauer feierten an dem Wettkampf-Wochenende die europäische Leichtathletik und das deutsche Gewinner-Team. Ein Jahr später gastierte Herbert Grönemeyer mit seiner Tour an der Hamburger Straße und konnte sich und die 23.000 Besucher von der großartigen Open-Air Kulisse im Eintracht-Stadion überzeugen.

 

Die Deutsche Mannschaft gewann die Team-Europameisterschaft 2014

"Schönster Ort auf Erden"

Egal welche Veranstaltung auf dem grünen Rasen im Eintracht-Stadion stattfindet, es ist immer ein Erlebnis mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Eine Atmosphäre, die eben nur eine Spielstätte schafft, in der seit fast 100 Jahren gemeinschaftlich Siege bejubelt, Mythen gepflegt und Niederlagen betrauert werden. Jedes Heimspiel wieder am „schönsten Ort auf Erden“.

Herbert Grönemeyer auf Tour im Eintracht-Stadion

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